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Maschinenbau: Umsatzminus 2020 geringer als befürchtet

Ergebnisse der 9. VDMA-Blitzumfrage

27.01.2021 - Vier von fünf Unternehmen schließen das Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatzrückgang ab. Immerhin ist der Anteil der Firmen, die ein Minus vermeiden konnten, seit Ende September von 13 auf 21 Prozent gestiegen. Dies ist das Ergebnis der 9. VDMA-Blitzumfrage.

Vier von fünf Unternehmen schließen das Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatzrückgang ab. Immerhin ist der Anteil der Firmen, die ein Minus vermeiden konnten, seit Ende September von 13 auf 21 Prozent gestiegen. Dies ist das Ergebnis der 9. VDMA-Blitzumfrage, an der 575 Mitgliedsunternehmen am 20. bis 22.1.2021 teilnahmen.

„Zahlreiche Maschinen- und Anlagenbauer profitierten von der konjunkturellen Belebung im vierten Quartal des vergangenen Jahres und gingen mit Schwung ins neue Jahr. Etwa jedes sechste Unternehmen konnte dadurch das Geschäftsjahr mit einem Umsatzplus zwischen 0 und 10 Prozent abschließen”, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

Aber auch die Umsatzrückgänge waren am Ende doch geringer als in der Jahresmitte 2020 befürchtet. Laut VDMA hatten 42 Prozent der Unternehmen Umsatzeinbußen zwischen 10 und 30 Prozent. Anfang Juli erwarteten noch 54 Prozent der Betriebe einen Umsatzrückgang in dieser Größenordnung.

Auftragslage entspannte sich ab dem 4. Quartal 2020

Die Auftragslage hat sich in den vergangenen Monaten sukzessive verbessert. Aktuell berichten noch 14 Prozent der Unternehmen von gravierenden Auftragseinbußen. Im September des vergangenen Jahres lag dieser Wert doppelt so hoch. 39 Prozent der Befragten melden merkliche Einbußen im Ordereingang, 15 Prozent der Unternehmen dagegen sehen sich nun nicht mehr durch Auftragseinbußen oder Stornierungen beeinträchtigt, neun Prozentpunkte mehr als der Vergleichswert im September 2020.

Insgesamt sind die Unternehmen auch etwas optimistischer hinsichtlich der Auftragslage in den nächsten drei Monaten: 23 Prozent der Unternehmen erwarten, dass sich die nachfrageseitige Entspannung fortsetzt (September 2020: 20 Prozent). 13 Prozent glauben dagegen an eine Verschärfung der Auftragslage in den kommenden Monaten (September 2020: 17 Prozent).

Reisebeschränken weiterhin ein Problem

Laut Umfrage sehen sich immer noch 88 Prozent der Unternehmen durch Reise- oder Aufenthaltsbeschränkungen beeinträchtigt. 79 Prozent der Befragten bewerten die mangelnde Planbarkeit als problematisch. Nicht zuletzt geraten auch die Lieferketten wieder unter Druck. "Im vergangenen Herbst berichteten 10 Prozent der Unternehmen von merklichen oder gravierenden Beeinträchtigungen in ihren Lieferketten. Nun melden dies mit 20 Prozent doppelt so viele Unternehmen", erläutert Wiechers.

Kurzarbeit wird in immer mehr Betrieben aufgehoben

Die zuletzt spürbare konjunkturelle Belebung wirkte sich zuletzt auch positiv auf die Kapazitätsanpassungen der Unternehmen aus. 48 Prozent der Betriebe haben Kurzarbeit, und 47 Prozent arbeiten mit Einstellungsstopps. Im September letzten Jahres berichteten noch 64 Prozent der Betriebe von Kurzarbeit, 62 Prozent hatten Einstellungsstopps verhängt. "Der Rückgang der Kurzarbeit darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Lage am Arbeitsmarkt weiter angespannt ist. Rund jedes fünfte Maschinenbauunternehmen – 22 Prozent – baut aktuell Personal ab oder plant dies in absehbarer Zeit", betont Wiechers.

Maschinenbau optimistisch für 2021

Für 2021 sind viele Unternehmen gleichwohl zuversichtlich, die Folgen der Pandemie Schritt für Schritt überwinden zu können. Etwa drei von vier Unternehmen rechnen mit einem Umsatzwachstum. Fast jedes zweite Unternehmen stuft ein Plus zwischen 0 und 10 Prozent als realistisch ein. Je 43 Prozent der Unternehmen erwarten Fortschritte insbesondere auf den Absatzmärkten China und Nordamerika. Auf dem Absatzmarkt China halten sogar weitere 14 Prozent der Unternehmen eine deutliche Verbesserung für möglich. „Die Entwicklung auf den europäischen Absatzmärkten einschließlich Deutschlands sehen die Maschinen- und Anlagenbauer dagegen weniger positiv. Speziell in Deutschland erwarten 65 Prozent keine Veränderung zum Besseren“, erläutert der VDMA-Chefvolkswirt.

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