Automatisierung

Sicherheit für Mitarbeiter, Daten und Prozesse

03.07.2020 -

Um Aufwand, Kosten und auch die persönlichen Risiken für Mitarbeiter bei Vor-Ort-Einsätzen zu begrenzen, setzen viele Betriebe auf die Überwachung und Wartung technischer Anlagen aus der Ferne. Die dafür nötige Infrastruktur lässt sich durch unkomplizierte Lösungen mit geringen Vorlaufzeiten schnell und wirtschaftlich realisieren. Von der Planung über die Beschaffung und Inbetriebnahme kann ein solches Projekt in 24 Stunden umgesetzt werden und Vor-Ort-Termine künftig weitgehend überflüssig machen.

Remote Monitoring und andere Fernanwendungen ermöglichen den sicheren Anlagenbe-trieb auf Distanz – auch bei schwierigen technischen oder organisatorischen Rahmenbedingungen. Sensordaten in der Cloud bilden dafür die Grundlage. Temperaturen, Füllstände, Drücke oder Vibrationen werden dort zu „actionable Data“: Wertvolle Informationen, die – und das ist das Wesentliche – an nahezu jedem beliebigen Ort überwacht, analysiert und für Entscheidungen herangezogen werden können – durch Mensch oder Maschine, je nach Digitalisierungsgrad.
Damit wird der persönliche Besuch einer Anlage in vielen Fällen obsolet. Das beginnt bei der Erfassung von Betriebszuständen und Prozessen und schließt auch Wartungsarbeiten ein. Durch sensordatenbasierte Predictive Maintenance lassen sich lokale Service-Intervalle deutlich verlängern und Reparaturarbeiten vermeiden. Je nach Anwendung sind für den laufenden Betrieb weniger bis keine Mitarbeiter vor Ort erforderlich, da sie die Abläufe aus der Ferne beobachten und steuern können. Ein weiterer Vorteil: Auch bei Personalengpässen ist ein reibungsloser, störungsfreier Betrieb gewährleistet. 

Schnelles Handeln gefragt

Die Entscheidung für Fernanwendungen ist grundsätzlich eine unternehmensstrategische. Natürlich gilt auch dann: Zeit ist Geld. Aber wenn die Umstände schnelles Handeln erfor-dern, ist eine kurze Realisierungszeit unabdingbar – konventionelle Konzepte aber blockieren oft monatelang ganze Abteilungen. Wenn Mitarbeiter kurzfristig ausfallen oder nicht uneingeschränkt eingesetzt werden können, hilft das wenig. Es drohen Stillstände. Um den Betrieb unter widrigen Bedingungen und auch bei kurzen Vorlaufzeiten sicher aufrechterhalten zu können, sind intelligente Systemlösungen gefragt, die sich schnell und unkompliziert implementieren lassen.

Remotefähig in 24 Stunden

Der io-key ist eine solche Systemlösung aus Gateway, SIM mit Datenflatrate und Cloud-Umgebung. In dieser Grundkonfiguration bietet er die Möglichkeit, in sehr kurzer Zeit und auch ohne Eingriff in die IT, Sensordaten in der Cloud für unterschiedliche Remote-Anwendungen verfügbar zu machen. Das Gerät wird an der Anlage angebracht und mit ei-ner der jeweiligen Aufgabe entsprechenden Sensorik verbunden. Darüber kann die Maschine via Cloud mit dem Anwender kommunizieren – und umgekehrt. Von der Online-Bestellung des io-key-Pakets bis zur stabil laufenden Lösung vergehen keine 24 Stunden, die Inbetriebnahme selbst ist weitgehend automatisiert und dauert weniger als eine Minute. In unter 60 Sekunden erkennt der io-key aus mehr als 10.000 IO-Link-Sensoren von über 200 Herstellern automatisch die angeschlossenen Sensoren, bringt ihre Daten über Narrowband-IoT oder 2G in eine individuelle, zugriffgeschützte Cloudumgebung und visualisiert sie in einem übersichtlichen Dashboard.

Verlagerung einfacher und komplexer Tätigkeiten

Die Überwachung, Analyse und Dokumentation der Daten reicht in vielen Fällen schon aus, Prozesse effizienter und sicherer zu gestalten. Temperaturmessungen beispielsweise müssen nicht mehr unmittelbar erfolgen, Füllstände nicht manuell oder per Sichtprüfung gecheckt werden. Die Daten sind über die Cloud für alle zuständigen Mitarbeiter überall einsehbar. Doch auch bei komplexeren Aufgaben lässt sich der Personalaufwand vor Ort begrenzen. Soll etwa bei einem definierten Füllstand ein Zulauf gesperrt werden, kann auch das über den io-key automatisiert werden. Dazu werden dem io-key über eine intuitive Oberfläche entsprechende Schaltvorgänge zugewiesen. Damit kann die Maschine autark und ohne manuellen Eingriff auf definierte Ereignisse reagieren. Noch einen Schritt weiter gehen Anwendungen, die sich über vorhandene Schnittstellen in andere Cloudumgebungen umsetzen lassen. Dort können die Sensordaten mit weiteren Maschinendaten zusammengeführt und ausgewertet werden. Die kombinierte Analyse von Laufzeiten, Vibrationen usw. beispielsweise ergibt ein exaktes Bild vom Zustand und Servicebedarf einer Anlage. Predictive Maintenance auf dieser Datenbasis ermöglicht es, Probleme zu lösen, bevor sie überhaupt auftreten und für den Fall der Fälle den Zeitaufwand vor Ort erheblich zu begrenzen. Eine höhere First-Time-Fix-Rate und kürzere Reparaturen – der Techniker hat im Vorfeld alle nötigen Informationen und kann den Einsatz, Ersatzteile und Werkzeuge besser planen.

Sicherheit im Fokus

Die über den io-key darstellbaren Remote-Routinen zielen auf die Automatisierung von Prozessen und die Reduktion von Vor-Ort-Tätigkeiten, um den Geschäftsbetrieb effizienter zu gestalten und unter allen Umständen aufrechterhalten zu können. Dabei stehen die Sicherheit der Mitarbeiter, Prozesse und Daten im Fokus. Nach dieser Maßgabe wurde das Konzept von Autosen mit den hochspezialisierten Technologiepartnern 1NCE, Round Solutions und Software AG entwickelt. So basiert die autosen.cloud auf der hochverfügbaren und besonders sicheren Cumulocity-Cloudtechnologie der Software AG, die auch von namhaften deutschen Telekommunikationsunternehmen genutzt wird, eine sichere Datenübertragung wird über modernen, reichweitenstarken Standard Narrowband-IoT gewährleistet.

Im Interview: Philipp Boehmert, verantwortlich für Marketing & eCommerce bei Autosen, über die zahlreichen Möglichkeiten des io-keys

Mit dem io-key soll es erstmals möglich sein, die Daten handelsüblicher Sensoren in Minutenschnelle online verfügbar zu machen. Für die Realisierung der Lösung sicherten Sie sich die Unterstützung der Technologieunternehmen 1NCE, Round Solutions und Software AG. Wer steuert welche Technologie zum io-key bei?

Philipp Boehmert: Für die Realisierung unserer Idee haben wir hochkarätige Unternehmen gewonnen, die unsere Vorstellungen optimal umsetzen können. So hat der Hardware- und M2M-Spezialist Round Solutions auf Grundlage unseres Konzepts das io-key-Gateway entwickelt. Unsere Cloudumgebung basiert auf der Cumulocity-Cloudtechnologie der Software AG, die SIM-Cards für die Datenübertragung liefert 1NCE als Spezialist für IoT-Kommunikation. In diesem dynamischen Ecosystem können wir uns auf die permanente Weiterentwicklung des io-key konzentrieren.

In Zeiten von #stayathome kann eine Remote-Maintenance-Lösung, die in 24 Stunden einsatzfähig ist, die Lösung zahlreicher Probleme sein. Erhalten Sie aktuell vermehrt Anfragen?

Philipp Boehmert: Das Interesse ist sprunghaft gestiegen, vor allem bei Betrieben, die sich jetzt notgedrungen mit der Thematik auseinandersetzen und nach einer einfachen, schnellen Lösung suchen. Speziell für diesen Bedarf vermarkten wir gemeinsam mit der Software AG europaweit ein schlüsselfertiges Remote-Monitoring-Paket auf Basis des io-key.
Home-Office bekommt in Zeiten der Corona-Pandemie eine neue Dynamik. Hält die Remote-Verbindung des io-key solch einem Ansturm auf das Netz stand?
Philipp Boehmert: Die Datenübertragung des io-key ist absolut robust, unabhängig von der Netzauslastung. Wir benötigen keine Highspeed-Übertragungsgeschwindigkeiten oder große Bandbreiten, sondern senden vergleichsweise geringe Datenmengen intervallweise in die Cloud. Dazu nutzen wir vorzugsweise das besonders stabile und sichere Narrowband-IoT, das ja eigens für diesen Zweck konzipiert wurde. In Verbindung mit 2G als zusätzlichem Fallback ist der Anwender auf der sicheren Seite.

Der io-key basiert auf einer Datenflat. Welche Preismodelle stehen dem User hier zur Verfügung?

Philipp Boehmert: Der Tarif richtet sich nach den Übertragungsintervallen. Es gibt für jede Applikation das passende Intervall. So lassen sich beispielsweise Füll- oder Grenzstände schon mit 5,00 Euro monatlich überwachen. Die Kosten für Abfragen im Minuten- oder 10-Sekunden-Takt liegen etwas höher. Diese ermöglichen aber über Anwendungen wie Maschinenüberwachung oder Predictive Maintenance auch eine vielfach höhere Wertschöpfung.

Sie schreiben die Inbetriebnahme des io-key ist weitgehend automatisiert. Welche Backups gibt es, um „Fehlverhalten“ auf Seiten des Anwenders als auch der Technik auszuschließen?

Philipp Boehmert: Installation und Inbetriebnahme sind „narrensicher“ und intuitiv. Eine Fehlbedienung ist so gut wie ausgeschlossen. Im unwahrscheinlichen Fall der Fälle können sich Anwender an autosen oder einen unserer Vertriebspartner wenden. Das bisherige Feedback aus der Nutzer-Community aber bestätigt die Einfachheit unseres Plug&Play-Ansatzes absolut.
Und noch eine abschließende Frage, damit io-key im Kopf bleibt: Was sind die drei Main-Features und wo liegt der USP der Lösung?
Philipp Boehmert: Der io-key erschließt seinem Anwender ein ganzes Universum neuer Möglichkeiten. Er eignet sich sowohl für den Einstieg in die Welt der Cloud-Anwendungen als auch als intelligentes Edge-Device oder, aufgrund seiner offenen Standards und vielfältigen Schnittstellen zu anderen Cloud- und Softwareumgebungen, als zentraler Teil einer kompletten IoT-End-to-End-Lösung.

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